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10.02.2017

Kreisverkehr an Wechslerkreuzung bei Pattendorf

Mehr Verkehrssicherheit rund um Rottenburg


Wechslerkreuzung - Kreisverkehr

(Bildquelle: Thomas Gärtner, Rottenburger Anzeiger)

Staatliches Bauamt plant Kreisverkehr an der „Wechslerkreuzung“ bei Pattendorf. „Auch wenn ein sehr trauriger Anlass den Ausschlag hierfür gegeben hat: Mit diesem Kreisverkehr wird die Verkehrssicherheit rund um Rottenburg deutlich verbessert“, freut sich Landrat Dreier über den geplanten Neubau eines Kreisverkehrs bei Pattendorf.

Die so genannte „Wechslerkreuzung“, bei der sich die Staatsstraßen 2142, 2143 und die Rottenburger Schlossstraße begegnen, war seit jeher ein gefährlicher Punkt für Verkehrsteilnehmer in der Region. Seit dem Jahr 2000 verzeichnete die Polizei hier 24 Unfälle mit teils Schwerverletzten und zum Teil täglichen „Beinahe“-Unfällen. Im September 2016 verletzte sich ein damals 16-jähriger Rollerfahrer bei einem Zusammenstoß mit einem LKW schwer, sodass schnell Abhilfe für diese Kreuzung gefordert war.

Der Bauausschuss des Landkreises Landshut ermächtigte wenige Tage nach dem Unfall Landrat Peter Dreier einstimmig, bei den zuständigen staatlichen Stellen auf eine Lösung hinzuwirken. Parallel sammelten Tobias Kindsmüller und Jürgen Graf, Freunde des Verunglückten Jugendlichen, innerhalb von 12 Tagen rund 2600 Unterschriften, mit der Forderung, diese gefährliche Kreuzung endgültig zu entschärfen.

Zwar wurden in der Vergangenheit bereits erste Maßnahmen ergriffen, um mehr Verkehrssicherheit zu schaffen: Eine Videoanalyse des Staatlichen Bauamts ergab aber, dass etwa 75 Prozent aller Autofahrer das dortige Stoppschild missachten. In der weiteren Analyse zeigte sich, dass bis zu 4.000 Fahrzeuge täglich diese Kreuzung in ihren verschiedenen Ästen passieren.

„Die Auswertung der Verkehrsströme zeigt, dass sich ein Kreisverkehr am besten dafür eignet, für mehr Verkehrssicherheit zu sorgen“, so der zuständige Abteilungsleiter Robert Köhl vom Staatlichen Bauamt Landshut. Auch der Rottenburger Bürgermeister Alfred Holzner, MdB Florian Oßner, MdL Florian Hölzl sowie der Leiter der Polizeiinspektion Rottenburg, Bernhard Walter, zeigten sich erleichtert, dass eine Entschärfung in Sicht ist, die auch zu einem schlüssigen Verkehrskonzept für ganz Rottenburg beiträgt.

Die Vermessungsarbeiten beginnen im Frühjahr, der Kreisverkehr soll 2018 umgesetzt werden. Ersten Schätzungen entstehen Kosten von rund 500.000 Euro. Sie werden anteilig vom Freistaat und der Stadt Rottenburg getragen.

(Carina Karg, Pressesprecherin Landkreis Landshut)