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21.02.2017

Illegale Abfall-Sammelaktion

Nicht auf Aufruf reagieren - bei Behörde nachfragen

In den vergangenen Tagen sind in einigen Gemeinden im Landkreis Landshut wieder einmal Flugzettel an die Haushalte verteilt worden, mit denen eine „ungarische Familie“ eine Sammlung von „allem, was Sie nicht brauchen“ angekündigt hat. Es ist unter anderem darum gebeten worden, den Sammlern Alttextilien, Altmetall, Autoreifen, Elektrogeräte und ganze Autos zu überlassen.

Das Landratsamt Landshut weist darauf hin, dass es sich dabei um eine ungenehmigte und somit illegale Sammlung von Abfällen handelt. Die Behörde appelliert daher an die Bürger, auf solche Aufrufe nicht zu reagieren und diesen Sammlern nichts zu überlassen: Denn solche Aktionen führen nicht zu einer vorschriftsmäßigen Abfallentsorgung.

Sofern von einem Sammler per Wurfzettel gebeten wird, nur einzelne oder einige wenige Abfall-Fraktionen (zum Beispiel Altkleider und Schuhe) bereitzustellen, sollte – bevor dem Aufruf gefolgt wird – beim Landratsamt Landshut (Telefon 0871 408-3118) nachgefragt werden, ob es sich hierbei um eine genehmigte und damit legale Sammelaktion handelt. Wenn, wie im aktuellen Fall, meist aus Osteuropa kommende Sammler ein umfangreiches Sortiment an gebrauchten Geräten und Waren nachfragen, handelt es sich stets um eine ungenehmigte und un-rechtmäßige Sammlung von Abfällen.

Der Landkreis Landshut bietet eine ganze Reihe von legalen und sachgemäßen Entsorgungsmöglichkeiten für jede Form von Abfällen. Das geschieht vor allem durch die Abholunternehmen, die der Landkreis beauftragt hat (Restmülltonne, Bio-Tonne und Gelber Sack). Zum anderen können die Bürger alle andere Abfälle, die in privaten Haushalten anfallen, in einer der 35 Altstoff-Sammelstellen (eine in jeder Landkreis-Gemeinde) ordnungsgemäß entsorgen (jede Landkreis-Gemeinde verfügt über eine solche Sammelstelle). Zudem führt der Landkreis Landshut gemeinsam mit professionellen Abfall-Beseitigungsfirmen jedes Jahr mehrere Problemmüll-Sammelaktionen durch.

(Elmar Stöttner, Pressestelle Landkreis Landshut)