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Der Landkreis Landshut

Ein Stück vom Herzen Bayerns

Der Landkreis Landshut ist in vielerlei Hinsicht wie Bayern im Kleinformat: Er ist eine Region von unverwechselbarer Eigenart, modern, wirtschaftlich stark und zugleich ist der Großteil der Menschen, die hier leben, verwurzelt in den Traditionen Bayerns und stolz auf seine reiche, fast 8000-jährige Kulturgeschichte.

Auch die Entwicklung des Kreises ist beispielhaft für das Aufsteigerland Bayern und den Bezirk Niederbayern: Im Jahr 1972, als der heutige Kreis aus den früheren Landkreisen Landshut, Rottenburg und Vilsbiburg sowie aus Gemeinden der Kreise Freising, Mainburg und Mallersdorf gebildet wurde, hatte er 98.000 Einwohner; heute sind es rund 151.000.

35 Gemeinden, zwei ehemalige Kreisstädte

Der Landkreis Landshut umfasst 35 Gemeinden, darunter die früheren Kreisstädte Rottenburg an der Laaber (7729 Einwohner) und Vilsbiburg (11.333 Einw.) sowie sieben Märkte. Der zweitgrößte Landkreis Niederbayerns ist „ein Stück vom Herzen Altbayerns“: Städte, Märkte, Dörfer und, besonders in der Südhälfte, auch viele Weiler und Einzelgehöfte sind eingebettet in eine wunderbare Kulturlandschaft.

Charakteristisch ist der reizvolle Wechsel von Feldern, Wiesen und Wäldern auf Kuppen und Rücken des „Isar-Inn-Hügellandes“ im Süden mit den weiten Talgründen der Vils sowie der Hallertau mit ihren Hopfengärten und den Tälern von Kleiner und Großer Laaber im Landkreisnorden. Die Mitte bilden ein grünes Auwaldband entlang der im Sonnenlicht silbern glänzenden Isar und, auf der Hochterrasse des Isartals, ein breiter Streifen fruchtbarster Lössböden. Hier liegt mit den drei Märkten Altdorf (11.048 Einw.), Ergolding (11.813 Einw.) und Essenbach (11.501 Einw.) auch der größte Bevölkerungsschwerpunkt.

Ein wirtschaftliches Kraftzentrum

Wie eine langgezogene Insel liegt die kreisfreie Stadt Landshut, Niederbayerns Regierungshauptstadt mit rund 68.000 Einwohnern  mitten im Kreisgebiet. Sie wurde 1204 als erste wittelsbachische Hauptstadt Altbayerns „zu Schutz und Hut des Landes“ gegründet. Stadt und Umland, der heutige Landkreis, waren bis ums Jahr 1500 zusammen mit dem übrigen bayerischen Unterland machtpolitischer und noch länger, bis um 1600, wirtschaftlicher Schwerpunkt Altbayerns: Prachtvolle spätgotische Kirchen und Gebäude, die bis heute das Gesicht vieler Orte prägen, erinnern an die Glanzzeit des niederbayerischen Teilherzogtums, von dem zeitgenössische Kaufleute als dem „Rosengarten des deutschen Reichs“ schwärmten.

In den letzten Jahrzehnten hat sich der Landkreis Landshut erneut zu einem wirtschaftlichen Kraftzentrum entwickelt. Mittelstand, Handwerk und Handel sind das Rückgrat, Hightech-Firmen und traditionelle Branchen bilden zusammen einen breitgefächerten Branchen-Mix, dem man über viele Jahre hohe Stabilität und geringe Arbeitslosenquoten verdankt. Das lässt die Menschen hier auch hoffen, dass sie die in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 ausgebrochene Weltwirtschaftskrise überstehen und bei einem neuen Aufschwung vorne dabei sein werden.

Hightech-Schmiede und bäuerliche Landwirtschaft

Überdurchschnittlich vertreten sind die IT-Branche (Informationstechnik), Logistikfirmen und die Automobil-Industrie und ihre Zulieferer. Viele Firmen arbeiten eng mit Bildungseinrichtungen der Region zusammen wie der Fachhochschule Landshut, die führend in den Leichtbau-Techniken ist.

Die zwei Atomkraftwerke von Ohu bilden das „Rückgrat der bayerischen Stromerzeugung“. Zum einen Hightech-Schmiede, ist der Kreis gleichwohl weitgehend ländlich geprägt. Die bäuerliche Landwirtschaft mit ihrem Schwerpunkt Viehzucht liegt mit ihrem Beitrag zur Wertschöpfung deutlich über dem bayerischen Mittelwert.

Die hervorragende Lage: Mitten in Europa

Seine Stellung als einer der dynamischsten Räume Deutschlands verdankt der Kreis unter anderem seiner verkehrsgeographischen Lage. Näher am Flughafen als München und durchzogen von Magistralen wie der
A 92 (München-Deggendorf) oder der Bahnstrecke München-Berlin ist die Region ein Drehkreuz von Verkehr und Handel. 

Zwischen diesen Verkehrsadern spannt sich ein Netz von 500 Kilometern an Kreisstraßen, die oft besser in Schuss sind als die Staats- und Bundesstraßen, in die sie münden – was ein Schlaglicht wirft auf den Wert der kommunalen Selbstverwaltung im föderalen Staat.  

Wo Deutschlands erste Bauern siedelten

Die Kulturgeschichte des Landkreises beginnt mit den Linienband-Keramikern, Europas ersten Bauern: Sie wanderten, um 5600 v. Chr., die Flusstäler herauf, rodeten die Wälder, säten Kornfelder an und verwandelten das Gebiet in das, was es seither ist - blühendes Bauernland.
 
Hier erblühten auch bald Hochkulturen: Bei Viecht (Gemeinde Eching) errichteten Jungsteinzeitleute um
4800 v. Chr. aus Holz einen Sonnentempel – eine kreisförmige Kultanlage, die ein herausragendes Wissen der Ur-Landkreisbürger in Astronomie und Geometrie offenbart.

Kernland der Kelten, Wiege der Bajuwaren

Aus allen Epochen der Frühgeschichte gibt es großartige Funde. Das Gebiet unseres Landkreises zählte zu den Stammlanden der Kelten, die große Städte gründeten, Münzen prägten – wie die goldenen Regenbogenschüsselchen – und Handelsbeziehungen in alle Himmelsrichtungen unterhielten. Um die Zeitenwende eroberten die Römer Bayern bis zur Donau und blieben über 400 Jahre. 

Relikte aus vielen Bajuwarengräbern im Kreis erwiesen sich als Schlüssel zur Lösung der alten Frage nach der Herkunft der Bayern: Der Ostgoten-König Theoderich (450-526) siedelte in Altbayern, der Nordprovinz seines Reichs, Germanen verschiedener Stämme an, die hier mit der keltisch-romanischen Vorbevölkerung zusammenwuchsen zu einem neuen Volk.

Eine geglückte Mischung, ein starkes Volk: Heimatmuseen von Rottenburg über Altdorf, Niederaichbach bis Vilsbiburg bergen Zeugnisse seiner faszinierenden Geschichte – des Jahrtausends (etwa 500 bis 1600), als Bayerns Unterland eines der großen Kraftzentren Deutschlands war, aber auch aus den späteren Zeiten als ländliche „Provinz“. Viele Schlösser sind Marksteine dieser Geschichte; in einem, in Aham, ruht Graf Montgelas (1759-1838), der „Vater des modernen Bayern“. Rund 300 Kirchen spiegeln die tiefe Verwurzelung im christlichen Glauben wider.

Natur, Freizeit- und Sportmöglichkeiten

Reich ist der Landkreis auch an Naturschönheiten und Biotopen. Da ist etwa die Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen, ein Naturschutzgebiet von europäischem Rang: Es ist Brutgebiet seltener Vogelarten und Rastplatz für Schwärme von Zugvögeln. Auch mit dem Naturschutz-Großprojekt „Moor- und Wiesenbrüterschutz im Mettenbacher/Grießenbacher Moos“ im Isartal schützt der Landkreis die Lebensräume seltener Pflanzen und Tiere. 

Die Region hat einen hohen Freizeitwert: Ob man gemütliche Radtouren oder landschaftlich ansprechende Golfplätze sucht, Runden auf Wasserskiern drehen oder zu Pferd über Berg und Tal reiten will oder lieber in ein Erlebnis- und Erholungsbad (Ergomar in Ergolding) und ein Konzert in der Eskara-Arena (Essenbach) geht: Die Freizeit- und Sportmöglichkeiten sind so vielfältig, dass für jeden, ob Einheimischer oder Tourist, das Richtige dabei ist. 

Weltoffen und fit für die Zukunft

Der Landkreis ist eine weltoffene Gebietskörperschaft, ihn verbindet z. B. eine lebendige Partnerschaft mit dem Bezirk Nowosibirsk (Sibirien). Er unterhält ein dichtes Netz an Einrichtungen der Daseinsvorsorge. Auf dem wichtigen Sektor Abfallwirtschaft verfügt der Kreis über eine eigene Reststoffdeponie.

Der Kreis ist Träger von 12 weiterführenden Schulen und drei Kreiskliniken, von denen zwei, Landshut-Achdorf und Vilsbiburg, Geburtsstationen haben. Die dritte, die Schlossklinik Rottenburg, ist 1994 zu einer Fachklinik für Altersmedizin (Geriatrie) geworden – übrigens die erste in ganz Bayern: Sie hat seither Maßstäbe auf diesem Gebiet gesetzt und ist mehrfach ausgezeichnet worden. 

Tradition schafft Zukunft

Der niederbayerische Landkreis Landshut gehört zu den innovativsten und attraktivsten Standorten im wirtschaftsstarken Bayern. Sein gesunder Branchen-Mix beweist: Hightech und Tradition können durchaus miteinander gedeihen, sich sogar gegenseitig unterstützen – wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, wie im Landkreis Landshut, stimmen. Altbundespräsident Dr. Roman Herzog – übrigens ein Niederbayer, geboren und aufgewachsen in Landshut – prägte einmal für die gute Balance dieser Kontraste das Schlagwort „Laptop und Lederhose“.
 
Das trifft in der Region den sprichwörtlichen Nagel auf den Kopf. Der Landkreis Landshut mit seinen 35 Kommunen vertraut auf seine starken Wurzeln und handelt selbstbewusst im Wettbewerb der Regionen –
er bietet beste Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft.